lntergenerationelle Betreuung von Menschen mit Demenz und Kita-Kindern

Gemeinsame Projekte zwischen Generationen sind für Menschen mit Demenz und für Kita-Kinder eine grosse Bereicherung. Trotzdem haben Menschen mit Demenz oft keinen einfachen Zugang zu solchen Angeboten oder werden dabei nicht ausreichend berücksichtigt. Gemeinsam mit der Berner Fachhochschule möchten wir dies ändern, und haben innerhalb des Projektes “InBetween DeKi – Intergenerationelle Betreuung von Menschen mit Demenz und Kita-Kinder” Gelingensfaktoren, Stolpersteine und Hürden untersucht.

Kita Und Demenz

Foto: Madeleine Dierauer, Kindergarten Diepoldsau

Forschungsprojekt InBetween DeKi - Intergenerationelle Betreuung von Menschen mit Demenz und Kita-Kindern 

Begegnungen zwischen Menschen mit Demenz und Kita-Kindern bieten grosses Potenzial: Sie fördern Verständnis, bauen Vorurteile ab und ermöglichen soziale Teilhabe. Gleichzeitig sind solche Angebote im Betreuungsbereich noch selten und mit Herausforderungen verbunden.

Im Rahmen des Projekts «Intergenerationelle Betreuung von Menschen mit Demenz und Kita-Kindern – InBetween DeKi» ermitteln wir deshalb gemeinsam mit der Berner Fachhochschule (BFH) und den Förderkantonen St. Gallen, Aargau und Luzern erstmals systematisch, welche Gelingensfaktoren und Herausforderungen bestehen, um eine Grundlage für die Praxis zu schaffen, die niederschwellige Begegnungen ermöglicht.

Den Studienbericht der BFH für das Projekt finden Sie hier: Intergenerationelle Betreuung von Menschen mit Demenz und Kita-Kindern

Warum Generationenprojekte im Care-Bereich wichtig sind

Vorurteile und Stereotype entstehen schon früh im Leben und verfestigen sich mit der Zeit. Kinder begegnen älteren Menschen oder Menschen mit Demenz oft unbefangener und mit weniger Berührungsängsten als Erwachsene. Genau deshalb bieten Begegnungen zwischen diesen Gruppen eine grosse Chance:

  • Besonders relevant für Menschen mit Demenz: Erkenntnisse aus der Wissenschaft sowie langjährige Erfahrungen im Projektalltag zeigen Bedeutung der Begegnungen, insbesondere für Menschen mit Demenz.
  • Positive Wirkung auf Gesundheit und Lebensqualität: Stärken soziale Kontakte sowie persönliche Entwicklung von Jung und Alt.
  • Stärken den sozialen Zusammenhalt: Bedeutung und Potenzial von intergenerationellem Kontakt für den sozialen Zusammenhalt in einer alternden Gesellschaft sind anerkannt.
  • Abbau von Stereotypen und Altersbilder: Kinder lernen früh vielfältige Bilder von Alter und Demenz kennen und das gegenseitige Verständnis sowie der Abbau von Vorurteilen wird dadurch gefördert. Soziale Kompetenzen werden entwickelt.
  • Wirkungsvolle Massnahme gegen Altersdiskriminierung: Die Weltgesundheitsorganisation WHO identifiziert Generationenbegegnungen als wirksame Massnahme zum Schutz vor Altersdiskriminierung. Benachteiligungen und Exklusion aufgrund von Stereotypen und Vorurteile aufgrund des Lebensalters können durch Generationenprojekte – am wirkungsvollsten  in der Verbindung mit Wissensvermittlung – vorgebeugt und bekämpft werden.

Was wir erreichen wollen: Rahmenbedingungen für nachhaltige und langfristige Projekte

Obwohl Begegnungsformate eine wertvolle Bereicherung darstellen, ist die Nachhaltigkeit intergenerationeller Projekte in Betreuungseinrichtungen kaum gewährleistet und der Zugang für Menschen mit Demenz erschwert. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Projekte oft auf grossem Engagement einzelner Projektverantwortlichen beruhen und es im Allgemeinen an unterstützenden Rahmenbedingungen sowie Strukturen fehlt. Die SGG | Intergeneration engagiert sich mit dem Fokus “Generationenverbindende Betreuung” für eine bessere intergenerationelle Betreuung.

Im Mai 2026 wurden die Forschungserkenntnisse aus der InBetween-Studie sowie mögliche konkrete Massnahmen und Lösungen in den Online-Austauschtreffen für die drei fördernden Kantone diskutiert. Die Ergebnisse der Austauschtreffen der Kantone AG, LU und SG sind ebenfalls im Studienbericht enthalten und die am Treffen teilnehmenden Projektverantwortliche haben die Studienergebnisse aufgrund ihren praktischen Erfahrungen bestätigen können.
Unser Ziel ist es, auf Basis der InBetween-Studie eine breitere Diskussion bei den massgeblichen Akteuren in Gesellschaft und Politik anzuregen, wie diese bewährte Form von Generationenprojekten nachhaltig und flächendeckend in das Regelangebot der Betreuungsinstitutionen aufgenommen werden könnte. Unsere Vision ist, dass für alle Kita-Kinder und Heimbewohnende ein entsprechendes Angebot in ihren Institutionen bestehen sollte.

 

Intergeneration: Langjähriges Engagement für Generationenprojekte im Care-Bereich

Seit 2016 unterstützt die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG mit ihrem Fokus “Generationenverbindende Betreuung” fördernden Massnahmen zur Sensibilisierung, Vernetzung bis hin zu diversen Bildungsangeboten engagierte Akteure darin, intergenerationelle Projekte im Care-Bereich umzusetzen.

Die Schaffung unterstützender Rahmenbedingungen für soziale Teilhabe und Autonomie durch intergenerationelle Begegnungen für vulnerable Gruppen wie Kinder und ältere Menschen war dabei immer eine Motivation des langjährigen Engagements der SGG und ihres Programms Intergeneration.

 

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Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte unter [email protected] 

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