Aus dem Projekt
"Alterszentren gesucht für generationenverbindendes Malen“
Gemeinsam mit Bewohner*innen und ihren Angehörigen (Enkel, Freude, Familie…) bemalen wir Wände, in denen sich jeder einbringen kann. Jedes Bild ist einzigartig und entsteht im Prozess mit den Menschen. Zuerst wird aus verschiedenen Gesprächen eine Idee ausgearbeitet. Danach kommt der Prozess der Bewilligungen, in denen es die Zusammenarbeit des Kantons, Stadt, Gemeinde braucht, je nach dem wo die Wand steht. Danach werden gemeinsam mit der Community die Gemeinschaftsteile bemalt und das Bild entsteht. Ein Mural wertet das Gebäude auf, bringt Kunst am Bau direkt zu den Bewohnern und hat eine riesige Wirkung. Durch den Prozess des gemeinsamen Malens, können Geschichten verarbeitet werden und es entstehen neue Zugänge und Verbindungen zu Enkelkindern, Urenkelkinder usw. Ein gemeinsames Werk entsteht, Leben blüht auf und Geschichten werden geschrieben.
Ein älteres Ehepaar lief an der Wand vorbei, wo verschiedensten Bewohner alleine oder mit ihren Enkelkindern Blumen an die Wand malten. Neugierig schauten sie zu, was hier vor sich ging. Wir fragten sie, ob sie gerne eine Blume an die Wand malen würden. Die Frau schaute ihren Mann an und meinte, komm, wir malen eine Blume für unsere Liebe an die Wand. Sie führte ihn an die Wand und malte mit seiner zittrigen Hand eine Herztulpe an die Wand. “Seit dem Schlaganfall ist alles anders, wir nehmen jeden Moment wie er ist und geniessen die Zeit die wir zusammen haben. Nun haben wir ein Zeichen für unsere Liebe an der Wand.”
Im ersten Teil des Projekts suchten wir das Gespräch mit den Bewohnern und fragten sie, was sie unter Hoffnung verstehen; was sie gerne sehen und Erinnerungen die sie mit uns teilen möchten. Aus den Notizen entwarfen wir zwei Hauptmotive, von denen sie sich eines aussuchen konnten. Im zweiten Teil bemalten wir innert drei Tagen den unteren Teil des Bildes mit Blumen. Die Enkelkinder und Angehörigen waren eingeladen gemeinsam teilzunehmen. Über 30 Bewohner*innen nahmen mit ihren Enkelkindern, Angehörigen, Pflegenden teil und hinterliessen eine Blume, die bleibt, blüht und sie immer wieder an diesen Moment erinnert. “Jetzt hab ich auch eine Blume auf der wand, auch wenn ich nicht malen kann.” sagte eine über 90 jährige Bewohnerin. Im letzten Teil des Projektes werden wir den oberen Teil des Bildes fertig malen. Ein Bild, welches viele Geschichten in sich trägt.
Wir freuen uns auf ihre Kontaktaufnahme um Details zu besprechen und wie so ein Prozess aussehen könnte.
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DU. MUTTER - Schreibwerkstatt von Arnold & Komarov Wandertheater
Wie lebten unsere Mütter? Waren sie frei? Hatten sie Rechte? Hatten sie Möglichkeiten? Haben sie Gewalt erlebt? Worüber haben wir mit unseren Müttern geredet oder geschwiegen? Wie haben sich die Erfahrungen in unsere Körper eingeschrieben? Wie leben wir mit diesen Erfahrungen?
In dieser Schreibwerkstatt schaffen wir gemeinsam einen Erzählraum. Persönliche Erfahrungen teilen wir anonym. Vielleicht können wir so Mutters Denken und Handeln verstehen. Vielleicht können wir unser eigenes Denken und Handeln besser verstehen. Vielleicht können wir empathischer sein, mit uns und mit anderen Menschen. Vielleicht verstehen wir, was wir ändern wollen, damit alle Frauen ein freies Leben führen können.
Trixa Arnold und Ilja Komarov bringen seit 2007 gemeinsam Musiktheaterprojekte auf die Bühne. Aktuell arbeiten sie mit mündlichen Überlieferungen und Erinnerungen, die sie sammeln, verdichten und inszenieren. Es ist möglich, einen einzelnen Workshop zu besuchen oder alle fünf. Der Ablauf des Workshops wird sich von Abend zu Abend weiterentwickeln.
Kostenlose Teilnahme, ohne Anmeldung.
Alle Menschen sind willkommen.
Wer nicht schreiben will, erzählt. Eine andere Person wird schreiben.
In Deutsch und Englisch, für andere Sprachen bitte Mail an [email protected].
Es gibt Getränke und Snacks.
Wann: 13. Januar / 10. Februar / 3. März / 7. April / 5. Mai 2026, jeweils 17.30 bis 21.00
Wo: MAXIM Theater, Ernastrasse 20, 8004 Zürich
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Europäisches Filmfestival der Generationen
Das Institut für Altersforschung der OST – Ostschweizer Fachhochschule plant im Oktober dieses Jahres das Europäische Filmfestival der Generationen erstmals auch in der Schweiz im Kanton St. Gallen stattfinden zu lassen.
Das Festival ist dezentral organisiert und wird mit Hilfe von lokalen Veranstaltern in Städten, Gemeinden, Quartieren oder Einrichtungen umgesetzt, welche einzelne Veranstaltungen bei sich vor Ort organisieren. Eine Veranstaltung besteht aus einer Filmvorführung mit anschliessendem moderierten Publikumsgespräch. Der Umsetzungszeitraum des Filmfestivals ist anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen (1. Oktober) im Oktober 2024.
Ziel des Filmfestivals ist es zum einen eine Auseinandersetzung mit Themen rund um das Alter(n) (mit verschiedenen Generationen) anzuregen.
Aktuell sind wir auf der Suche nach interessierten Kooperationspartnern, die als lokaler Veranstalter an dem Filmfestival teilnehmen wollen.
Haben Sie Interesse am Filmfestival der Generationen teilzunehmen und lokaler Veranstalter zu werden?
Wir freuen uns besonders, dass uns der Kanton St. Gallen und das Migros Kulturprozent bei der Festivalumsetzung finanziell unterstützt. Daher ist es uns möglich fünf lokalen Kooperationspartnern eine kostenfreie Teilnahme zu ermöglichen.
Bei Interesse an einer Teilnahme oder weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Das IAF freut sich über Ihre formlose Anmeldung.