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Geschichten bewegen

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Die persönlichen und generationenverbindenden Texte an den 25 Orten in Baden (AG) stammten aus zwei unterschiedlichen Projekten der Schule Baden und der Kinder- und Jugendanimation der Stadt Baden. Diese Projekte schufen während der Corona-Pandemie Nähe zwischen den Generationen. Das Altersnetzwerk Baden machte mit der Aktion “Geschichten bewegen” diese Texte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und trug so zu einem guten Zusammenleben der Generationen bei. Einige Texte aus der Aktion “Geschichten bewegen” finden heute Einzug in die regelmässig erscheinenden Newsletter des Altersnetzwerks Baden.

Als man  die Telefonnummern der Freunde noch auswendig konnte

Wussten Sie, dass es erst 70 Jahre her ist, als den Wirtshäusern das Eis zum Kühlen der Biere in Baden noch per Fuhrwerk geliefert wurde? Ein heute über 75-jähriger Badener erinnert sich an die meterlangen Eisblöcke, die der Fuhrmann jeweils vor dem Gasthof zerkleinerte. “Dann sprangen meist mehr oder weniger grosse Splitterstücke weg, die wir schnell vom Boden aufsammelten und daran zu schlecken begannen. Das war eine begehrte Köstlichkeit”. Die Jugendlichen von heute staunen bereits über weniger lang zurückliegende Begebenheiten: “Zu der Jugendzeit meines Vaters kannte man noch die Telefonnummer der Freunde auswendig”, hält eine 13-Jährige fest. Eine Schülerin schreibt über ihre Grossmutter: “Sie arbeitete beim 111. Eine Telefonnummer, auf die man damals anrufen konnte, um Fragen zu stellen und Auskunft zu bekommen. Ziemlich praktisch zu einer Zeit vor Internet und Google.”

Durch persönliche Geschichten kommen sich die Menschen näher

Einsamkeit und soziale Isolation sowie Bewegungsmangel sind generell und insbesondere für ältere Menschen zentrale Risikofaktoren für die Gesundheit. “Wir suchten deshalb nach einer Möglichkeit, Menschen in Baden dazu zu motivieren, sich wieder mehr zu bewegen und zugleich einander zu begegnen, auch wenn man Abstand halten soll oder möchte”, sagt Melanie Borter, die Leiterin der Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden. “Durch persönliche Geschichten und Erzählungen kommen sich die Menschen und die Generationen näher” ist Borter überzeugt und fügt an: “Wenn bewegende Geschichten an verschiedenen schönen Orten in Baden platziert werden, so könnte das die eine oder andere Person zu einem Spaziergang motivieren.” Zusammen mit dem Beirat Impuls 60+, dem beratenden Gremium des Altersnetzwerks Baden, wurden in allen Quartieren von Baden geeignete Bänke gefunden. Auf der Suche nach bewegenden Geschichten, stiess Borter auf die zwei generationenverbindenden Projekte der Bezirksschule Baden und der Kinder- und Jugendanimation:

  • Zwei 7. Klassen der Bezirksschule Baden fertigten im Fach Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG) Dossiers zum Thema “früher und heute” an. Dazu führten die Jugendlichen mit ihren Eltern und Grosseltern Interviews durch. Für “Geschichten bewegen” haben die Lernenden die besten Passagen und ihre Erkenntnisse aus den Generationen-Interviews zusammengefasst. Die Texte gewähren einen Einblick in die Familiengeschichten über drei Generationen und in die Sichtweise der Jugendlichen.
  • Krippen- und Primarschulkinder haben während des zweiten Lockdowns Zeichnungen für die älteren Menschen in ihrem Quartier gemalt. Die Kinder- und Jugendanimation der Stadt Baden verschickte diese an alle über 75-Jährigen und fragte im Namen der Kinder: “Wenn du magst, kannst du mir eine Geschichte aus deinem Leben erzählen. Vielleicht aus einer ähnlich verrückten Zeit?” Die bewegenden Geschichten und Briefe zeigen, wie viele Erinnerungen und wie viel Leben in älteren Menschen stecken.

Heute werden die Geschichten digital verbreitet

Die Koordinationsstelle Altersnetzwerk Baden verschickt seit Oktober 2021 regelmässig Newsletter. Zehnmal im Jahr informiert sie die wachsende Zahl an Lesenden über Aktuelles und Interessantes rund ums Älterwerden in und um Baden. In der Rubrik “Erinnerungen aus Baden” kommen darin regelmässig auch ältere Personen zu Wort und einige Texte aus der Aktion “Geschichten bewegen” werden darin ebenfalls publiziert.

STADT BADEN
Alter
Mellingerstrasse 19, 5401 Baden
+41 56 200 84 62, Melanie.Borter@baden.ch

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