Generationenverbindende Betreuung
Der demografische Wandel stellt Betreuungsinstitutionen vor neue Herausforderungen und Chancen. Intergenerative Betreuung bringt Menschen verschiedenen Alters bewusst zusammen, fördert den Austausch, baut Vorurteile ab und stärkt das Miteinander. Erfahren Sie, wie wir seit 2017 Generationenprojekte im Care-Bereich begleiten und unterstützen.
Weshalb braucht es die intergenerationelle Betreuung?
Intergenerationelle Betreuung: Generationen verbinden
In einer alternden Gesellschaft gewinnen Langzeitpflege, Betreuung und die soziale Einbindung von Menschen jeden Alters zunehmend an Bedeutung. Der demografische Wandel führt dazu, dass neue Formen des Zusammenlebens und -wirkens gefragt sind, insbesondere solche, die das Miteinander der Generationen stärken.
Ein bewährtes Konzept ist die intergenerative Betreuung. Dabei werden Menschen unterschiedlichen Alters, etwa Kinder und ältere Menschen, bewusst zusammengebracht, damit sie voneinander lernen, soziale Beziehungen aufbauen und Vorurteile abbauen können. So wird die Teilhabe aller Altersgruppen gestärkt.
Betreuungsinstitutionen, die Jung und Alt zusammenbringen, sind heute vielfältiger und zahlreicher als je zuvor. Sie eröffnen neue Chancen für den generationenübergreifenden Austausch, im Alltag, in der Pflege und in gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Forschungsprojekt InBetween DeKi – Intergenerationelle Betreuung von Menschen mit Demenz und Kita-Kindern
Begegnungen zwischen Menschen mit Demenz und Kita-Kindern bieten grosses Potenzial: Sie fördern Verständnis, bauen Vorurteile ab und ermöglichen soziale Teilhabe. Gleichzeitig sind solche Angebote im Betreuungsbereich noch selten und mit Herausforderungen verbunden.
Im Rahmen des Projekts «Intergenerationelle Betreuung von Menschen mit Demenz und Kita-Kindern – InBetween DeKi» ermitteln wir, Intergeneration, deshalb gemeinsam mit der Berner Fachhochschule und den Förderkantonen St. Gallen, Aargau und Luzern, erstmals systematisch welche Gelingensfaktoren und Herausforderungen bestehen um eine Grundlage für die Praxis zu schaffen, die niederschwellige Begegnungen ermöglicht. Im Mai finden dazu drei Online-Austauschtreffen statt.
Online-Austauschtreffen: Einblick in die Forschungserkenntnisse und mögliche Massnahmen für die Praxis
Die BFH, wird ausgewählte Ergebnisse aus der Studie präsentieren und gemeinsam mit Ihnen möchten mit Ihnen zusammen:
- die identifizierten Gelingensfaktoren und Herausforderungen einordnen, insbesondere im Hinblick auf: geeignetes Fachpersonal, passende Räumlichkeiten, Altersstereotypen, Förderung durch Vorgesetzte, institutionelles Selbstverständnis sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit
- weiterdenken und nächste Schritte entwickeln, um förderliche Rahmenbedingungen für nachhaltige Generationenbegegnungen zu schaffen
Die Termine sowie die Anmeldung für den jeweiligen Kanton (jeweils von 9:30 – 11:30 Uhr) finden Sie hier:
- Kanton Luzern, Dienstag 19. Mai
- Kanton Aargau, Donnerstag 21. Mai
- Kanton St. Gallen, Freitag 22. Mai
Wir freuen uns, Sie am Online-Austausch im Rahmen des Projekts «InBetween DeKi» begrüssen zu dürfen.
Wie Intergeneration unterstützt
Seit 2017 begleitet Intergeneration den Aufbau und die Weiterentwicklung von Generationenprojekten im Care-Bereich. Wir sensibilisieren Fachpersonen und Organisationen für die Potenziale des Austauschs zwischen den Altersgruppen und unterstützen sie dabei, eigene Projekte zu planen, umzusetzen und weiterzuentwickeln.
So unterstützen wir Sie:
- Beratung und Workshops für Fachpersonen, Institutionen und Betreuungspersonal
- Impulsveranstaltungen auf regionalen und fachspezifischen Plattformen (z. B. Aargauer Netzwerk Alter, Forum Altersfragen Kanton Zug, Stadt Thun, SVAT)
- Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel mit generationenverbindenden Vorleseaktionen im Rahmen des Schweizer Vorlesetags (SIKJM)
Möchten Sie in Ihrer Institution ein generationenverbindendes Projekt starten oder weiterentwickeln oder sind Sie am Förderschwerpunkt Fokus Intergenerative Betreuung interessiert? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf via [email protected] oder 044 366 50 30.
Generationenprojekte im Betreuungsbereich
Digitales Netzwerk "Intergenerative Betreuung"
Alles Thematische auf einen Blick
Pandemietaugliche Generationenprojekte
Kurstag «Intergenerationelle Betreuung»
Immer öfter begegnen sich Kinderbetreuungseinrichtungen, Familienzentren sowie Alters- und Pflegeheime. Daraus entstehen wertvolle Chancen für intergenerationelle Begegnungen und zugleich wichtige Fragen: Wie lassen sich solche Begegnungen erfolgreich entwickeln, gestalten und begleiten? Und wie können Jung und Alt dabei voneinander lernen?
Zur Unterstützung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung generationenverbindender Betreuungsprojekte wurde ein interdisziplinärer Weiterbildungskurs ins Leben gerufen.
Projektpartner sind das Institut Alter der Berner Fachhochschule (BFH) sowie die beiden Verbände kibesuisse und SVAT. Erfolgreiche Durchführungen fanden 2021 (Webinare), 2022 (Bern/Zürich), 2023 (Webinar),2024 (Webinar) und 2025 (Bern) statt.
Sensibilisierung und Vernetzung
Ein zentrales Anliegen von Intergeneration ist es, das Thema intergenerative Betreuung sichtbar zu machen und Fachpersonen sowie Institutionen für ihr Potenzial zu sensibilisieren. Dazu organisieren wir gemeinsam mit Partnern Fachtagungen, stellen Hintergrundmaterial zur Verfügung und fördern den fachlichen Austausch. auch über die Landesgrenzen hinaus. Ebenso tragen wir dazu bei, bestehende Projekte im Care-Bereich sichtbar zu machen und ihre Erfahrungen zugänglich zu machen.
Impulstagung 2017: Intergenerative Initiativen und Kooperationen
Impulstagung 2018: Erfolgreich durch interdisziplinäre Praxisgestaltung
Internationale Vernetzungsarbeit
Medienberichte
- NOVAcura-Fachartikel «Wenn sich Menschen mit Demenzerkrankungen und Kita-Kinder begegnen»
- NOVAcura-Fachartikel «Begegnung der Generationen trotz Pandemie»
- Schweizer Gemeinde «Eine Tagesstätte, in der Jung und Alt betreut werden» (Schweizerische Gemeindeverband SGV)
- Bildung Schweiz «Generationen miteinander verbinden» (Lehrerverband LCH)